Heute ist Muttertag. Mein Frauchen wurde im Bett mit Geschenken überrascht. Und ich hab mich auch gleich zum Geschenk gemacht und bin mit einem großen Satz rein ins Bett. Ich hab mich auf den Buckel gelegt und mit dem Kopf am Polster. So wie mein Frauchen auch immer schläft. Aber dann hat sie mich zugedeckt und hat sich ganz lieb zu mir gekuschelt. Das war sooooo schön, nur leider hab ich die Hitze so nicht ausgehalten. Wenns nicht so heiß gewesen wär, dann würd ich immer in so einem Bett schlafen.
Dann sind wir auf den Steg frühstücken gegangen. Und nach einiger Zeit wurde mir unendlich fad, sodass ich Evita zum Spielen aufforderte. Sie wollte jedoch nicht und ging im Retourgang von mir weg. Leider war da der Steg aus und sie stürzte im Rückwärtsgang in unseren Teich. Frauchen und Cornelia haben sich gebogen vor lachen. Und ich bin natürlich gleich zu meiner „Nanny“ hin und hab sie bedauert. Als Trost wollte ich sie abermals zum Spielen auffordern, doch meine Evita war nur noch sauer. Es sei bemerkt, dass Evita wahrscheinlich der einzigste Neufundländer auf dieser Welt ist, welcher wasserscheu ist.

Tote Hose

Mai 13, 2006

ch hab eine sehr anstrengende Zeit hinter mir. Mein Frauchen musste ganz ganz viel arbeiten und ich war sehr lange alleine. Ich hab mich halt sehr an Evita und Dusty gehalten. Ja, es stimmt schon, Cornelia, war da und hat uns gefüttert. Und wenn Frauchen daheim war, dann war sie müde. Sie hat mit mir auf der Terrasse geschlafen. Herrchen hat so ein großes Bett gebaut, da sollte man eigentlich in der Sonne liegen. Aber mein Frauchen schläft hier auch so, wenn keine Sonne scheint. Und wenn sie ganz müde ist, dann bemerkt sie nicht, dass ich mich zu ihr kuschle. Oder vielleicht duldet sie es auch, weil sie mich eh so wenig hat.
Wir waren auch bei meinem Freund Neo. Die Leut haben gegrilltes Fleisch verdrückt und ich hab mit dem kleinen Racker gespielt. Volle Post bis zur Erschöpfung.

Auf dem Mond

Mai 9, 2006

Ich glaub, ich weiß jetzt, wie es am Mond ist. Ich glaub ich war heute dort. Und dort sind nur böse Frauchens. Ich hätte mir das nie vorstellen können, aber jetzt weiß ich es.
Es war so:
Ich war mit Frauchen im Schlafzimmer und sie hat die Betten überzogen. Ich ging in die Küche und hab ganz wenig vom Katzenfutter genascht. Das Katzenfutter stand ganz oben am Küchenkasterl, aber dort komm ich schon hin. Naja, und dann stand Frauchen hinter mir und hat gesagt: „ Emily, nein! Komm runter da!“ Ich glaub sie hats eh zwei oder drei mal gesagt, aber mir war das, ehrlich gesagt, wurscht weil das Futter von den Stubentigern ist so köstlich, ich konnte einfach nicht aufhören. Und dann passierte es!
Ich wurde von hinten gepackt und von dieser Leckerei weggezogen. Ich will mich umdrehen, fletsche meine Zähne, knurre und beiße wie wild um mich.

Und dann bin ich irgendwie am Mond gelandet! Den Flug hab ich nicht mitbekommen, jedenfalls stand da ein Mensch, der genauso roch wie mein Frauchen, genauso gekleidet war und auch eine ähnliche Stimme hatte. Aber das war niemals mein Frauchen, denn dieser Mensch war böse, sehr böse sogar. Und dieses böse Frauchen packte mich rechts und links an meinen Backen, während ich natürlich noch knurrte und zubeißen wollte, und hielt mich fest. Ich wehrte mich so gut ich nur konnte und so, wie ich es mit meiner Evita die letzten Wochen immer trainiert habe, aber ich war chancenlos. Und dann kam ein:“ NEIN!“, dass ich geglaubt habe, mir ziehts die Füße vom Boden weg. Ich hab noch kurz überlegt, ob ich nochmals hin beißen soll, hab es aber dann sein lassen. Als ich mich dann ergeben habe hat dieses böse Mondfrauchen auch wieder von mir abgelassen. Ich war echt geschockt, nicht nur über meine eigene Ohnmacht auch über diese Person.
Jedenfalls weiß ich jetzt, dass ich am Mond war und dass es dort gar nicht so toll ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Und ich weiß, dass ich nie wieder diesem bösen Mondfrauchen begegnen möchte. Ich werde jetzt immer sehr brav sein. Ich habe mich auch danach ganz super toll benommen und war den ganzen Tag sehr glücklich, dass mein Frauchen so lieb zu mir ist.

Heute kam eine peinliche Geschichte von mir ans Tageslicht. Ich trau mich ja gar nicht drüber reden. Wir waren bei Freunden meines Frauchens. Dort lebt seit einigen Tagen übrigens ein kleines Schäferbaby. Und diese Freunde haben eine Firma mit Büroräumen und so. Wir waren in den letzten Wochen öfter dort, weil es viel zu besprechen gibt. In dieser Firma sind auch Angestellte beschäftigt. Naja, und als einer der Angestellten am Klo war, musste ich auch, nur das war ja besetzt. Also wo sollte ich nun so schnell hin. Zu Frauchen laufen ging sich nicht mehr aus und so beschloss ich, dass ich mein Häufchen vor die Klotüre lege…..
Und als dieser Angestellte „seine“ Sitzung beendet hatte, traute er seinen Augen nicht, denn er war felsenfest davon überzeugt, dass sein Verdautes mit der WC-Spülung Richtung Kanal unterwegs war. Und so viel der Verdacht auf mich. Gott sei Dank war mir niemand böse und alle lachten.

Ich hab einen neuen Freund. Er heißt Neo, ist um 5 Tage jünger wie ich und ein Husky-Nochwas-Mix. Neo ist im Tierheim geboren. Alle haben gesagt, dass er ein hyperaktiver Bub ist. Stimmt alles nicht. Er hat endlich jemand gebraucht, der mit ihm so richtig spielt. Außerdem waren ja Dusty und Evita da. Die haben aufgepasst, dass uns nichts geschieht. Und nach einer kurzen Klarstellung, wer hier das Sagen hat, wurde aus einem hyperaktiven Rotznasenhündchen eine gelangweilte Schlaftablette. Aus wars mit seiner Aktivität. Einfach futsch, dafür war Neos Frauchen glücklich, dass endlich wer da ist, der dem Fratz Parole bietet.
Mein Frauchen muss jetzt soviel arbeiten. Sie ist wenig daheim und wenn, dann schläft sie. Ich bemühe mich eh so unauffällig wie möglich zu sein. Dafür ist Evita immer für mich da. Aber wenn mein Frauchen dann ansprechbar ist, dann möchte ich am Liebsten nur mit ihr spielen. Und wehe, sie spielt nicht mit mir. Dann denke ich schnell nach damit ich sie beschäftigen kann. Sehr amüsant finde ich, wenn ich die Sitzauflagen von den Sesseln auf der Terrasse abmontiere. Ich schlepp die Dinger dann Richtung Teich und werde Schifferl versenken spielen. Und schon bewegt sich Frauchen ganz schnell und läuft herum, damit sie mich von meinen Vorhaben abbringen kann. Ich tu natürlich nur so, denn wenn ich wollte, könnt ich das ja immer dann machen, wenn sie nicht daheim ist. Aber da muss ich immer brav sein, denn da ist Dusty die Vertretung vom Frauchen und mit ihm ist nicht so gut Kirschen essen. Außerdem möchte ich ja die Freundschaft mit ihm aufrecht erhalten.

La dolce Vita

April 30, 2006

Wir sind in Norditalien in einem großen Flussbett offroaden und urlauben. Aber es regnet und regnet. Und fad ist mir auch gewesen. Ich hab dann mit Frauchen „Sitz“, „ Platz“ und „ Give-me-five“ gespielt. Das ist so lustig. Frauchen sagt etwas und ich muss es richtig machen. Und dafür gibt’s Leckerlies. Natürlich habe ich immer alles korrekt und richtig gemacht, schließlich bin ich verfressen und will immer eine Belohnung.
Dann hab ich mich beim Fischfang geübt. Ich stand im Fluss und habe alles gefischt, was so vorbei geschwommen ist. Blätter, Hölzer und so weiter. Frauchen hat gesagt, ich hätte ausgesehen wie ein Grizzlyjunges, welches seine ersten Lachse fangen möchte. Wobei so ein Lachs wär mir eh viel lieber gewesen. Die Nacht hab ich mit Evita im Auto geschlafen. Dusty schlief unterm Anhänger. Schade, dass es so viel geregnet hat, denn dort wärs bestimmt lustig gewesen. Wir sind dann noch in der Nacht nach Hause gefahren, weil einfach alles nass war. Ich auch. Und Frauchen hat über mich gelacht, weil sie meinte, dass ich im waschlnassen Zustand wie ein Faultier ausschaue. Angeblich hab ich einen Mittelscheitel mit leicht nach vorne gekämmten Stirnfransen, welche leicht gewellt sind.

Der erste Hund am Mond

April 28, 2006

Heute, wollte ich meinem Frauchen eine riesen Freude bereiten. Ich wollte sie von der Zivilisationsgeisel befreien. Ich hab einfach ihr Handy gefressen. Irgendwie ging diese Überraschung mächtig in die Hose, denn es war ihr Outdoorhandy, welches eigentlich zum Offroaden gedacht war. Nun ja, und da wir heute, am 28.04. wieder in den Urlaub fahren, war mein liebstes Frauchen eher unglücklich.
Dafür werde ich bald ein ganz besonderer Hund. Ich werde nämlich ein Astronautenhund. Jawohl, mein Frauchen sagt nämlich neuerdings immer: „ Emily, ich schieß dich am Mond!“ Und ich hab mich bei Dusty und Evita da mal schlau gemacht. Beide haben mir bestätigt, dass noch nicht viele Hunde am Mond waren. Und wenn mein Frauchen das sagt, dann ist das auch so.
Paddy, einen wunderschönen Neufundländerrüden aus Klagenfurt haben wir auch besucht. Zuerst hat er mit mir so wild gespielt, dass ich geflüchtet bin. Und dann hat Frauchen Evita zur Unterstützung gebracht. Und wir beide haben dann den jungen Prinzen ( Paddy ist ein 3j. Zuchtrüde) so gefordert, dass er total erledigt war. Wir haben dann so richtig hardcore mit ihm gespielt. Und dann geschah ein kleines Unglück. Evita ist Paddy von vorne angehüpft und ich hab ihn hinten am Schwanz gehalten. Dann hats gekracht und Paddy hat sich an der Schulter verletzt. Er musste auch zum Tierarzt. Er hätte sich halt doch nicht mit uns Kampfweibern anlegen sollen. Schließlich sind Evita und ich ja voll trainiert.

Mein Frauchen sagt, dass ich eine neue Blödheit auf Lager hätte. Ich finde diese Blödheit aber voll super. Das geht so: „ Wir sitzen in einem Lokal oder in einer Raststation. Meine Leute wollen ihn Ruhe ihren Kaffee trinken und mir ist fad. Schließlich musste ich ja vorher die ganze Zeit im Auto schlafen. Und wenn alle dann so sitzen, dann leg ich meinen Kopf zurück und beginne zu bellen und zu heulen. Ganz laut und mitten im Lokal. Das ist so super! Alle Leute schauen dann auf mich. Und es findet sich auch jedes Mal jemand, der mit mir dann spielt. Und mein Frauchen kann mich da nicht ignorieren und schimpfen kann sie mit mir auch nicht. Weil ich bin ja das arme unverstandene und unterbeschäftigte Wesen. Öftermal hat mir Frauchen dann ins Ohr geflüstert, dass ich meine Schnauze halten solle. Nur das hab dann ich ignoriert, endlich mal eine Revanche.

Außerdem bin ich heute 4 Monate alt und wiege 21,3kg.

Am Mittwoch hatten wir tierischen Besuch. Iltschi, von Frauchens Freundin der Golden Retriever mit 11 Monaten. Ein toller Kerl, ich hätt stundenlang mit ihm spielen können. Aber der war so wild mit mir und außerdem wollt er mich immer unterdrücken. Und plötzlich war da einer, der mich immer ignorierte oder anbrummte. Einer von dem ich mir so etwas nie gedacht hätte. Es war mein guter alter Dusty! Mein Brummbär! Ich liebte ihn immer und hoffte auf baldige Freundschaft. Und dann geschah etwas ganz komisches. Dieser alte Opa ergriff Partei für mich. Er war immer zu Stelle, wenn ich ihn brauchte. Er war einfach immer da! Wie ein großer Bruder, der zwar immer über seine kleine lästige Schwester schimpft, aber wenn sie ihn braucht, dann ist er da. Ich verstand die Welt nicht mehr!!! Ich war überglücklich und schaute den alten schrulligen Brummbären von nun an als meinen großen Bruder an.
Und am nächsten Tag, als Iltschi wieder bei seiner Familie war, geschah noch etwas viel viel tolleres. Mein „großer Bruder“, mein alter Dusty, mein …. ach ich bin soooo glücklich ….. spielte mit mir. Im Garten! Wir liefen und bellten, wir hüpften und knurrten! Ich zwickte ihn ins Ohr und er war mir nicht mehr böse. Was für ein Tag! Ich war so stolz, dass endlich der Bann gebrochen war! Ich kann es gar niemanden sagen.
Und erst mein Frauchen war sprachlos. Ich weiß, der alte Knabe bedeutet ihr fast alles, aber als sie ihn wieder so spielen sah, wie in alten Zeiten als er noch jung und aktiv war, da standen ihr die Tränen in den Augen.
Ich, ich kleines graues Monster – so sagt sie immer zu mir – habe es geschafft, den alten Herrn in einen Jungbrunnen zu stecken.

Sonst gab es eigentlich nichts aufregendes. Außer, dass mein Frauchen voll begeistert von mir ist. Ich schlafe seit 5 Tagen bei den großen Hunden im Hundewohnzimmer und auf der Terrasse. Weil das Leben meiner Leute hat sich wegen dem schönen Wetter in den Garten verlagert. Und Frauchen meint, dass ich im Sommer ruhig auch bei den anderen schlafen kann.

Außerdem kann ich jetzt schon sehr gut, „ HIER“ und „SITZ“, „ PLATZ“ geht fast sehr gut. Raufspringen tu ich nimma, beißen tu ich auch nimma. Den Garten laß ich auch in Ruhe und sonst fällt mir momentan nichts ein.

Ich kann sogar schon „ HIER“ wenn Evita einen fliegenden Fasan jagen will und ich will mit ihr mitlaufen. Ich dreh um und komme natürlich zu Frauchen, denn bei ihr gibt’s immer ein Leckerli und den Fasan muss mal einer erwischen!

Ich glaube es macht mehr Spaß, meinem Frauchen Freude zu bereiten, als sie zu ärgern. Und ich glaub, ich werde das einfach machen.
Denn schließlich möchte ich auch den Stellenwert vom alten Dusty einmal einnehmen und da muss ich noch ordentlich üben. Aber ich werde das schaffen und ich glaub, ich werde besser wie er! Weil ich bin ja Frauchens kleines graues Monster!!!!

Langenlois

April 17, 2006

Das war das Osterwochenende und wir waren bei Herrchens Mami. Na die ist von mir begeistert. Ich von ihr auch, weil ich von ihr immer so gute Sachen zum Essen bekomme.
Bevor wir jedoch weg gefahren sind, hab ich mir ganz schönen Ärger mit Frauchen eingehandelt. Sie wollte zusammen packen und ich wollte spielen. Und weil mein stures Frauchen nicht auf mich hören wollte, hab ich mir ihre Aufmerksamkeit einfach erzwungen. Wie? Geht ganz einfach! Ich hau mich ins Bett und mach aus einem Doppelbett ein Schlachtfeld. Tuchenden und Pölster werden durch die Luft geworfen bis sie am Boden landen. Ins Leintuch beißt man rein und bellt sehr freudigst dabei. Und? Keine 2 Minuten später steht Frauchen da und bewundert mein Werk. Und dann schmeißt mich diese alte Spiel.- und Spaßverderberin doch glatt aus dem Bett! Aber weil ich mich ja nicht unterkriegen lasse, bin ich ins Wohnzimmer und habe auf der Couch meine Polsterschlacht fortgesetzt. Mit mir nicht, liebes Frauli!!!! Es wird gespielt, wenn ich es will! Oder doch nicht? Ich erzähl jetzt aber nicht weiter, sonst könnte wer glauben, dass doch nicht ich die Hosen daheim anhab!
Und dann ging es nach Langenlois.
Ich war sehr brav, hat Frauchen gesagt. Wir waren beim Heurigen. Dort waren viele Kinder. Die sind immer herum gelaufen und haben geschrieen. Manchmal war es echt knapp, dass mir keines der Kids drauf gestiegen ist. Aber ich hab mich hingelegt und hab geschlafen, weil Frauchen es so wollte.
Und, ich war im Kamp und habe das Phänomen Wasser entdeckt! Und weil ich ja einmal ein richtiger Neufundländer werden möchte, habe ich gleich zu üben begonnen. Schwimmen trau ich mich noch nicht, aber bald. Spielen im Wasser geht schon ganz gut.

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Montag war der 10. April 2006! Das weiß ich deshalb so genau, weil ich unseren – ähm ja, Frauchens – Kalender ganz genau durchgeschaut habe. Eigentlich habe ich auch nicht geschaut sondern Blatt für Blatt rausgerissen und einen Zahnabdruck darauf hinterlassen. Für meine Nachwelt – oder so!
Jedenfalls haben wir, seit 10.04.2006, einen Jahreskalender der besonderen Art. Er ist teilweise mit Klebestreifen, oder mit Klammern und Uhu zusammen geflickt. Und manche Eintragungen kann Frauchen trotz aller Bemühungen nicht mehr lesen.

Von Dienstag auf Mittwoch waren Frauchen und Herrchen in der Nacht nicht daheim. Nur Cornelia war bei mir – besser gesagt, ich bei ihr, sonst wär ihr vielleicht fad geworden. Ich wollt mit ihr spielen und dieser Teeny sitzt doch nur vorm PC. Und dann begann mein Beschäftigungskonzept für Jugendliche, die internetsüchtig sind. Zuerst hab ich Frauchens Kleiderkasten ausgeräumt. Ich hatte mächtig viel Spaß dabei. Im Minutentakt hab ich Cornelia etwas anderes zur Besichtigung gebracht. Und dieses Kind war ganz schön gereizt, weil sie so wunderbar beschäftig habe.

Am Donnerstag war ich kurz allein und unbeaufsichtigt. Jö, war das eine Hetz! Ich hab mich gärtnerisch bestätigt. Hab die frisch eingesetzten Rosenstöcke alle wieder umgesetzt, eigentlich ausgesetzt oder wie das heißt. Jedenfalls befinden sie sich nicht mehr mit den Wurzeln unter der Erde sondern im Komposthaufen. Dort hab sie ich aber auch nicht hingetan. Das war mein heiß geliebtes Frauchen, welches mich mit verachtenden Blicken trotzdem freundlich begrüßt hat.

Außerdem machen wir seit einigen Tagen immer ein ganz tolles Spielchen. Ich stell immer die Regeln auf und alle müssen sich daran halten. Find ich ganz lustig.
Das Spiel geht so: Entweder winsle ich oder ich belle, laut oder leise kurz oder lang, oder ich geh einfach lautlos zur Türe. Und dann spielen wir: „ Wer ist schneller!“. Es geht dabei, ob ich jetzt im Wohnzimmer auf den Teppich pinkle oder ob es jemand bemerkt und mit mir rausgeht.
Schließlich bin ich hier ja ganz neu und ich möchte ständig und immer beachtet werden. Und ich bin etwas ganz besonderes, sagt mein Frauchen immer. Also, sollns auch was tun für mich!

Am Freitag waren wir im Tierheim in Bratislava. Ich bin sicherheitshalber nicht hinein gegangen, aber dort waren viele arme Kumpels. Auch solche, die so alt waren wie ich oder noch kleiner und jünger. Da hab ich mir schon gedacht, wie gut es mir doch geht. Hab immer genügend und wertvolles Futter, bekomm meine Streicheleinheiten, wann immer ich will. Und wenn ich an mein Pinkelspielchen denke, dann könnten ruhig alle Hunde solche Herrchens, Frauchens und Teenies haben.

Aber mein Frauchen ist trotzdem ganz ganz stolz auf mich!

Denn ich kann schon ganz gut:

„ HIER“ und „SITZ“ – das spielt Frauchen mit mir immer. Und ich bemühe mich sehr, denn dann bekomm ich die besten Leckerlies.

Und „ NEIN“ und „ NICHT RAUFSPRINGEN“ das kann ich auch schon, ganz toll. Obwohl ich diese beiden Ausdrücke voll doof finde. Manchmal wär es schon lustig, wenn solche Wörter nicht existieren würden.

Und „PLATZ“ mach ich nur dann, wenn Dusty und Evita dabei sind. Und wenn die beiden sich hinlegen, dann mach ich das auch. Einfach so, aus Solidarität.