Metamorphosen

Mai 26, 2006

Hilfe!!!!!!!!!!
Ich werde ein Haifisch!!!!
Mein Gebiss verändert sich. Mir fallen die Zähne aus. Und Eckzähne hab ich jetzt vier, im Unterkiefer. Meine Milchzähne sind noch da und die nächsten sind schon sichtbar. Außerdem geht schon langsam mein Welpenfell verloren. Ganz langsam, aber man merkt es. Hoffentlich wächst eh ein richtiges Neufundländerfell nach und keine Schuppen. Meine Beißerchens tendieren ja bereits weg vom Säugetier.

Wir haben auch eine mega große Kuttellieferung bekommen. Alle, Dusty, Evita und ich waren mit, als Frauchen ca. 25kg dieser Köstlichkeit ins Auto packte. Ich hab mich gleich über den großen Sack gestellt und alle angeknurrt. Nur Frauchen nicht, dass trau ich mich nicht. Hätt in die Hose gehen können, wenn ich zu mutig gewesen wäre. Ich kann aber behaupten, dass dieser Pansen mein frischestes und leckerstes Fressen war. Der Stier wurde nämlich erst Stunden davor geschlachtet. Armer Stier, aber ohne Magen hättest auch kein glückliches Leben gehabt.

Wir waren heute in Laxenburg. Wir haben dort Offroadfreunde zu einer Trophy, zur Superkarpata, verabschiedet. 4000km in einer Woche, und noch dazu über Stock und Stein! Und ich war der tierische Star dort. Die härtesten Offroadmänner kamen um mich zu berühren. Naja, und ich blieb übercool liegen und beobachtete das Geschehen. Ein schattiges Plätzchen unter einem Auto hatte ich schon, aber sonst war ich nur am Schauen. Frauchen war von meiner entspannten Art auch begeistert. Zuerst landete der Hubschrauber wenige Meter von mir, und ich hob lediglich meinen Kopf weil der so einen Wind machte. Dann kam der erste Teil der Sonderprüfung für dieses Bewerb. Das jeweilige Fahrzeug eines Teams musste über ein Seil gebracht werden, ohne Berührung. Da wurde gesägt, gehämmert und so weiter. Aber diese Vorbereitung hab ich verschlafen. Und als die schweren Vehicel über gestapelte Reifen und Holzpfosten und Rutschblechen über dieses Seil geschafft wurden, krachte und schepperte es schon mal. Und als diese Übung gelungen war, haben die Zuschauer lautstark applaudiert. Aber das war mir alles total egal, weil ich bin schon ein richtiger Neufi! Mit all seinen Eigenschaften! Und darauf sind „wir“ stolz!
Achja, ich bin jetzt 20 Wochen und 3 Tage alt.
Ich wiege 24,8kg.

Neo

Mai 18, 2006

Mein Freund Neo war wieder hier. Wir machten einen supertollen Spaziergang. Natürlich waren Dusty und Evita auch mit. Als mich mein Frauchen von der Leine abgelassen hat, gab sie mir ein ur super schmeckendes Leckerlie. So was gutes hab ich ja noch nie bekommen. Ich hätte und habe alles dafür gemacht. Wenn Neo und ich gespielt haben und wenn wir so schnell gelaufen sind, dann war ich immer mit einem Aug und einem Ohr bei meinem Frauchen. Es hätte ja sein können, dass sie irgend etwas ruft und ich überhöre es. Und da wär ich um mein Leckerlie umgefallen. Hat natürlich Eindruck gemacht, bei Neos Frauchen, weil ich hab wirklich auf jedes erste Zurufen sofort reagiert. Dieses Leckerschmecker heißt übrigens Extrawurst.
Zuhause haben Neo und ich weiter gecatcht und irgendwie ist es dann passiert. Ich hab ein Cut am Ohr, ich mein mein Ohrwaschl ist eingerissen. Aber mein Frauchen schmiert es immer ein und es wird schon gut werden.

Heut stand plötzlich eine fremde Frau im Haus. Meine Leut waren in der Arbeit und so gegen Mittag, also da wo ich immer mein 2tes Menü bekomme, war diese Person da. Ich mein, sie war eh recht lieb und nett. Sie dürfte mich auch gekannt haben, weil sie mich mit Namen angesprochen hat. Jedenfalls war mir die Sache nicht ganz geheuer, denn die Frau hat in unserem Vorgarten die Pflanzen ausgerissen. Und das macht mein Frauchen dort nie. Sie pflückt dort manchmal den Löwenzahn, aber das war es schon. Jedenfalls hat die Unbekannte den Vorgarten so gestaltet, dass da jetzt nur mehr die Blumen in der Eingrenzung wachsen und rundherum ist nix mehr. Schaut aber sehr nett aus. Sie wollte auch, dass ich bei ihr bleibe. Ich bin aber lieber bei meiner Evita geblieben. Nachher hab ich mit dieser „Gärtnerin“ gekuschelt, sie hat sich so gefreut darüber und ich fands recht lustig.

Tote Hose

Mai 13, 2006

ch hab eine sehr anstrengende Zeit hinter mir. Mein Frauchen musste ganz ganz viel arbeiten und ich war sehr lange alleine. Ich hab mich halt sehr an Evita und Dusty gehalten. Ja, es stimmt schon, Cornelia, war da und hat uns gefüttert. Und wenn Frauchen daheim war, dann war sie müde. Sie hat mit mir auf der Terrasse geschlafen. Herrchen hat so ein großes Bett gebaut, da sollte man eigentlich in der Sonne liegen. Aber mein Frauchen schläft hier auch so, wenn keine Sonne scheint. Und wenn sie ganz müde ist, dann bemerkt sie nicht, dass ich mich zu ihr kuschle. Oder vielleicht duldet sie es auch, weil sie mich eh so wenig hat.
Wir waren auch bei meinem Freund Neo. Die Leut haben gegrilltes Fleisch verdrückt und ich hab mit dem kleinen Racker gespielt. Volle Post bis zur Erschöpfung.

Ich hab einen neuen Freund. Er heißt Neo, ist um 5 Tage jünger wie ich und ein Husky-Nochwas-Mix. Neo ist im Tierheim geboren. Alle haben gesagt, dass er ein hyperaktiver Bub ist. Stimmt alles nicht. Er hat endlich jemand gebraucht, der mit ihm so richtig spielt. Außerdem waren ja Dusty und Evita da. Die haben aufgepasst, dass uns nichts geschieht. Und nach einer kurzen Klarstellung, wer hier das Sagen hat, wurde aus einem hyperaktiven Rotznasenhündchen eine gelangweilte Schlaftablette. Aus wars mit seiner Aktivität. Einfach futsch, dafür war Neos Frauchen glücklich, dass endlich wer da ist, der dem Fratz Parole bietet.
Mein Frauchen muss jetzt soviel arbeiten. Sie ist wenig daheim und wenn, dann schläft sie. Ich bemühe mich eh so unauffällig wie möglich zu sein. Dafür ist Evita immer für mich da. Aber wenn mein Frauchen dann ansprechbar ist, dann möchte ich am Liebsten nur mit ihr spielen. Und wehe, sie spielt nicht mit mir. Dann denke ich schnell nach damit ich sie beschäftigen kann. Sehr amüsant finde ich, wenn ich die Sitzauflagen von den Sesseln auf der Terrasse abmontiere. Ich schlepp die Dinger dann Richtung Teich und werde Schifferl versenken spielen. Und schon bewegt sich Frauchen ganz schnell und läuft herum, damit sie mich von meinen Vorhaben abbringen kann. Ich tu natürlich nur so, denn wenn ich wollte, könnt ich das ja immer dann machen, wenn sie nicht daheim ist. Aber da muss ich immer brav sein, denn da ist Dusty die Vertretung vom Frauchen und mit ihm ist nicht so gut Kirschen essen. Außerdem möchte ich ja die Freundschaft mit ihm aufrecht erhalten.

Am Mittwoch hatten wir tierischen Besuch. Iltschi, von Frauchens Freundin der Golden Retriever mit 11 Monaten. Ein toller Kerl, ich hätt stundenlang mit ihm spielen können. Aber der war so wild mit mir und außerdem wollt er mich immer unterdrücken. Und plötzlich war da einer, der mich immer ignorierte oder anbrummte. Einer von dem ich mir so etwas nie gedacht hätte. Es war mein guter alter Dusty! Mein Brummbär! Ich liebte ihn immer und hoffte auf baldige Freundschaft. Und dann geschah etwas ganz komisches. Dieser alte Opa ergriff Partei für mich. Er war immer zu Stelle, wenn ich ihn brauchte. Er war einfach immer da! Wie ein großer Bruder, der zwar immer über seine kleine lästige Schwester schimpft, aber wenn sie ihn braucht, dann ist er da. Ich verstand die Welt nicht mehr!!! Ich war überglücklich und schaute den alten schrulligen Brummbären von nun an als meinen großen Bruder an.
Und am nächsten Tag, als Iltschi wieder bei seiner Familie war, geschah noch etwas viel viel tolleres. Mein „großer Bruder“, mein alter Dusty, mein …. ach ich bin soooo glücklich ….. spielte mit mir. Im Garten! Wir liefen und bellten, wir hüpften und knurrten! Ich zwickte ihn ins Ohr und er war mir nicht mehr böse. Was für ein Tag! Ich war so stolz, dass endlich der Bann gebrochen war! Ich kann es gar niemanden sagen.
Und erst mein Frauchen war sprachlos. Ich weiß, der alte Knabe bedeutet ihr fast alles, aber als sie ihn wieder so spielen sah, wie in alten Zeiten als er noch jung und aktiv war, da standen ihr die Tränen in den Augen.
Ich, ich kleines graues Monster – so sagt sie immer zu mir – habe es geschafft, den alten Herrn in einen Jungbrunnen zu stecken.

Sonst gab es eigentlich nichts aufregendes. Außer, dass mein Frauchen voll begeistert von mir ist. Ich schlafe seit 5 Tagen bei den großen Hunden im Hundewohnzimmer und auf der Terrasse. Weil das Leben meiner Leute hat sich wegen dem schönen Wetter in den Garten verlagert. Und Frauchen meint, dass ich im Sommer ruhig auch bei den anderen schlafen kann.

Außerdem kann ich jetzt schon sehr gut, „ HIER“ und „SITZ“, „ PLATZ“ geht fast sehr gut. Raufspringen tu ich nimma, beißen tu ich auch nimma. Den Garten laß ich auch in Ruhe und sonst fällt mir momentan nichts ein.

Ich kann sogar schon „ HIER“ wenn Evita einen fliegenden Fasan jagen will und ich will mit ihr mitlaufen. Ich dreh um und komme natürlich zu Frauchen, denn bei ihr gibt’s immer ein Leckerli und den Fasan muss mal einer erwischen!

Ich glaube es macht mehr Spaß, meinem Frauchen Freude zu bereiten, als sie zu ärgern. Und ich glaub, ich werde das einfach machen.
Denn schließlich möchte ich auch den Stellenwert vom alten Dusty einmal einnehmen und da muss ich noch ordentlich üben. Aber ich werde das schaffen und ich glaub, ich werde besser wie er! Weil ich bin ja Frauchens kleines graues Monster!!!!

Langenlois

April 17, 2006

Das war das Osterwochenende und wir waren bei Herrchens Mami. Na die ist von mir begeistert. Ich von ihr auch, weil ich von ihr immer so gute Sachen zum Essen bekomme.
Bevor wir jedoch weg gefahren sind, hab ich mir ganz schönen Ärger mit Frauchen eingehandelt. Sie wollte zusammen packen und ich wollte spielen. Und weil mein stures Frauchen nicht auf mich hören wollte, hab ich mir ihre Aufmerksamkeit einfach erzwungen. Wie? Geht ganz einfach! Ich hau mich ins Bett und mach aus einem Doppelbett ein Schlachtfeld. Tuchenden und Pölster werden durch die Luft geworfen bis sie am Boden landen. Ins Leintuch beißt man rein und bellt sehr freudigst dabei. Und? Keine 2 Minuten später steht Frauchen da und bewundert mein Werk. Und dann schmeißt mich diese alte Spiel.- und Spaßverderberin doch glatt aus dem Bett! Aber weil ich mich ja nicht unterkriegen lasse, bin ich ins Wohnzimmer und habe auf der Couch meine Polsterschlacht fortgesetzt. Mit mir nicht, liebes Frauli!!!! Es wird gespielt, wenn ich es will! Oder doch nicht? Ich erzähl jetzt aber nicht weiter, sonst könnte wer glauben, dass doch nicht ich die Hosen daheim anhab!
Und dann ging es nach Langenlois.
Ich war sehr brav, hat Frauchen gesagt. Wir waren beim Heurigen. Dort waren viele Kinder. Die sind immer herum gelaufen und haben geschrieen. Manchmal war es echt knapp, dass mir keines der Kids drauf gestiegen ist. Aber ich hab mich hingelegt und hab geschlafen, weil Frauchen es so wollte.
Und, ich war im Kamp und habe das Phänomen Wasser entdeckt! Und weil ich ja einmal ein richtiger Neufundländer werden möchte, habe ich gleich zu üben begonnen. Schwimmen trau ich mich noch nicht, aber bald. Spielen im Wasser geht schon ganz gut.

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Montag war der 10. April 2006! Das weiß ich deshalb so genau, weil ich unseren – ähm ja, Frauchens – Kalender ganz genau durchgeschaut habe. Eigentlich habe ich auch nicht geschaut sondern Blatt für Blatt rausgerissen und einen Zahnabdruck darauf hinterlassen. Für meine Nachwelt – oder so!
Jedenfalls haben wir, seit 10.04.2006, einen Jahreskalender der besonderen Art. Er ist teilweise mit Klebestreifen, oder mit Klammern und Uhu zusammen geflickt. Und manche Eintragungen kann Frauchen trotz aller Bemühungen nicht mehr lesen.

Von Dienstag auf Mittwoch waren Frauchen und Herrchen in der Nacht nicht daheim. Nur Cornelia war bei mir – besser gesagt, ich bei ihr, sonst wär ihr vielleicht fad geworden. Ich wollt mit ihr spielen und dieser Teeny sitzt doch nur vorm PC. Und dann begann mein Beschäftigungskonzept für Jugendliche, die internetsüchtig sind. Zuerst hab ich Frauchens Kleiderkasten ausgeräumt. Ich hatte mächtig viel Spaß dabei. Im Minutentakt hab ich Cornelia etwas anderes zur Besichtigung gebracht. Und dieses Kind war ganz schön gereizt, weil sie so wunderbar beschäftig habe.

Am Donnerstag war ich kurz allein und unbeaufsichtigt. Jö, war das eine Hetz! Ich hab mich gärtnerisch bestätigt. Hab die frisch eingesetzten Rosenstöcke alle wieder umgesetzt, eigentlich ausgesetzt oder wie das heißt. Jedenfalls befinden sie sich nicht mehr mit den Wurzeln unter der Erde sondern im Komposthaufen. Dort hab sie ich aber auch nicht hingetan. Das war mein heiß geliebtes Frauchen, welches mich mit verachtenden Blicken trotzdem freundlich begrüßt hat.

Außerdem machen wir seit einigen Tagen immer ein ganz tolles Spielchen. Ich stell immer die Regeln auf und alle müssen sich daran halten. Find ich ganz lustig.
Das Spiel geht so: Entweder winsle ich oder ich belle, laut oder leise kurz oder lang, oder ich geh einfach lautlos zur Türe. Und dann spielen wir: „ Wer ist schneller!“. Es geht dabei, ob ich jetzt im Wohnzimmer auf den Teppich pinkle oder ob es jemand bemerkt und mit mir rausgeht.
Schließlich bin ich hier ja ganz neu und ich möchte ständig und immer beachtet werden. Und ich bin etwas ganz besonderes, sagt mein Frauchen immer. Also, sollns auch was tun für mich!

Am Freitag waren wir im Tierheim in Bratislava. Ich bin sicherheitshalber nicht hinein gegangen, aber dort waren viele arme Kumpels. Auch solche, die so alt waren wie ich oder noch kleiner und jünger. Da hab ich mir schon gedacht, wie gut es mir doch geht. Hab immer genügend und wertvolles Futter, bekomm meine Streicheleinheiten, wann immer ich will. Und wenn ich an mein Pinkelspielchen denke, dann könnten ruhig alle Hunde solche Herrchens, Frauchens und Teenies haben.

Aber mein Frauchen ist trotzdem ganz ganz stolz auf mich!

Denn ich kann schon ganz gut:

„ HIER“ und „SITZ“ – das spielt Frauchen mit mir immer. Und ich bemühe mich sehr, denn dann bekomm ich die besten Leckerlies.

Und „ NEIN“ und „ NICHT RAUFSPRINGEN“ das kann ich auch schon, ganz toll. Obwohl ich diese beiden Ausdrücke voll doof finde. Manchmal wär es schon lustig, wenn solche Wörter nicht existieren würden.

Und „PLATZ“ mach ich nur dann, wenn Dusty und Evita dabei sind. Und wenn die beiden sich hinlegen, dann mach ich das auch. Einfach so, aus Solidarität.