Ich bin ein Kamel

Mai 27, 2006

Seit heute weiß ich, was es heißt: „ Einen Durst wie ein Kamel zu haben!“. Mein Frauchen, dieses schlampige Ding, hat ein Sackerl Erdnusslocken am Tisch liegen gelassen. Es war eh nur mehr halbvoll. Ich wollt eh nur ein oder zwei so Würmchen kosten. Und dann überkams mich und ich habe dieses Päckchen leeren müssen. Ja, heiliges Kanonenrohr, hatte ich einen Durst. Ich hätte den Teich austrinken können. Ich hab, so sagt mein Frauchen, gesoffen, wie eine Kuh. Mein Verlangen nach der Beendigung dieses Bedürfnisses wurde immer stärker. Frauchen hat mich aber nur ausgelacht, und war mir dieses Gefühl auch noch vergönnt. Hat sie mich doch als Diebin bezeichnet, wo ich doch nur kosten wollte.
Und dann passierte gleich das nächste Unglück. Mit meinem vollen Wasserbauch spielte ich mit Herrchen im Wohnzimmer. Wir hatten riesigen Spaß. Ich bemerkte überhaupt nicht, dass meine Wasserbauch zu einer Wasserblase wurde. Ich konnte nur mehr aufspringen und dann wars aus. Ich konnte es nicht mehr halten. Ich hab mich, dort wo ich stand, total angepinkelt. Ein Blick zu Frauchen, ein kurzes Winseln und dann verschloss ich die Augen. …… Ja, mein See war sehr groß ……

Le Bett

Mai 25, 2006

Weiters habe ich nun endlich die Schlafstelle von Frauchen und Herrchen erobert. Das heißt, ich durfte mich so richtig austoben und mich da rein kuscheln. Das war ein Genuss. So weich und sanft. Und plötzlich stand Frauchen da und hat mich mit Herrchen erwischt. Da hats uns beide aber ganz schön gerissen! Der Schock stand uns ins Gesicht geschrieben! Ich hab mich halt dann ganz lieb hingelegt, hab ein bissi Kasperl gespielt und mich dann am Rücken gedreht. So wie es Frauchen so gerne hat, weil ich da wie ein Bärenbaby ausschaue. Und es hat funktioniert, auch sie konnte ich um den Finger wickeln, denn sie hat unser Szenario fotografiert. War echt knapp vorm Donnerwetter!

Heute ist Muttertag. Mein Frauchen wurde im Bett mit Geschenken überrascht. Und ich hab mich auch gleich zum Geschenk gemacht und bin mit einem großen Satz rein ins Bett. Ich hab mich auf den Buckel gelegt und mit dem Kopf am Polster. So wie mein Frauchen auch immer schläft. Aber dann hat sie mich zugedeckt und hat sich ganz lieb zu mir gekuschelt. Das war sooooo schön, nur leider hab ich die Hitze so nicht ausgehalten. Wenns nicht so heiß gewesen wär, dann würd ich immer in so einem Bett schlafen.
Dann sind wir auf den Steg frühstücken gegangen. Und nach einiger Zeit wurde mir unendlich fad, sodass ich Evita zum Spielen aufforderte. Sie wollte jedoch nicht und ging im Retourgang von mir weg. Leider war da der Steg aus und sie stürzte im Rückwärtsgang in unseren Teich. Frauchen und Cornelia haben sich gebogen vor lachen. Und ich bin natürlich gleich zu meiner „Nanny“ hin und hab sie bedauert. Als Trost wollte ich sie abermals zum Spielen auffordern, doch meine Evita war nur noch sauer. Es sei bemerkt, dass Evita wahrscheinlich der einzigste Neufundländer auf dieser Welt ist, welcher wasserscheu ist.

Heute kam eine peinliche Geschichte von mir ans Tageslicht. Ich trau mich ja gar nicht drüber reden. Wir waren bei Freunden meines Frauchens. Dort lebt seit einigen Tagen übrigens ein kleines Schäferbaby. Und diese Freunde haben eine Firma mit Büroräumen und so. Wir waren in den letzten Wochen öfter dort, weil es viel zu besprechen gibt. In dieser Firma sind auch Angestellte beschäftigt. Naja, und als einer der Angestellten am Klo war, musste ich auch, nur das war ja besetzt. Also wo sollte ich nun so schnell hin. Zu Frauchen laufen ging sich nicht mehr aus und so beschloss ich, dass ich mein Häufchen vor die Klotüre lege…..
Und als dieser Angestellte „seine“ Sitzung beendet hatte, traute er seinen Augen nicht, denn er war felsenfest davon überzeugt, dass sein Verdautes mit der WC-Spülung Richtung Kanal unterwegs war. Und so viel der Verdacht auf mich. Gott sei Dank war mir niemand böse und alle lachten.

La dolce Vita

April 30, 2006

Wir sind in Norditalien in einem großen Flussbett offroaden und urlauben. Aber es regnet und regnet. Und fad ist mir auch gewesen. Ich hab dann mit Frauchen „Sitz“, „ Platz“ und „ Give-me-five“ gespielt. Das ist so lustig. Frauchen sagt etwas und ich muss es richtig machen. Und dafür gibt’s Leckerlies. Natürlich habe ich immer alles korrekt und richtig gemacht, schließlich bin ich verfressen und will immer eine Belohnung.
Dann hab ich mich beim Fischfang geübt. Ich stand im Fluss und habe alles gefischt, was so vorbei geschwommen ist. Blätter, Hölzer und so weiter. Frauchen hat gesagt, ich hätte ausgesehen wie ein Grizzlyjunges, welches seine ersten Lachse fangen möchte. Wobei so ein Lachs wär mir eh viel lieber gewesen. Die Nacht hab ich mit Evita im Auto geschlafen. Dusty schlief unterm Anhänger. Schade, dass es so viel geregnet hat, denn dort wärs bestimmt lustig gewesen. Wir sind dann noch in der Nacht nach Hause gefahren, weil einfach alles nass war. Ich auch. Und Frauchen hat über mich gelacht, weil sie meinte, dass ich im waschlnassen Zustand wie ein Faultier ausschaue. Angeblich hab ich einen Mittelscheitel mit leicht nach vorne gekämmten Stirnfransen, welche leicht gewellt sind.

Heute Nacht habe ich wahre Heldentaten vollbracht! Ich weiß nicht mehr wie spät es war. Ich schlief neben frauchens Bett und ging Wasser trinken ins, gleich daneben befindliche, Badezimmer. Dort ist auch ein WC. Ich schau mich um und bemerke den bösen gefährlichen Klobesen. Ich knurre und belle ihn an. Doch der Typ ist schon so abgebrüht, der reagiert überhaupt nicht. Ich hab dann wirklich allen vorhandenen Mut zusammen gesammelt und bin diesen coolen Borstenkopf angesprungen, hab ihn aus der Halterung gerissen und mit all meiner Kraft bekämpft. Und dann hat mich auch noch Frauchen unterstützt. Sie stürzt sich auf mich und meinen Gegner. Sie sagt so was wie : „ Geh na!“, aber weil ich ja Deutsche bin und diesen Ösidialekt noch nicht so ganz verstehe, hat das bestimmt etwas sehr gutes für mich bedeutet. Sie hat dann das Ding wieder dort hin zurück gegeben und ist ziemlich genervt schlafen gegangen. Ich auch, weil ich war ja auch sehr erschöpft. Jetzt sind bestimmt alle ganz stolz auf mich!

Lauter Irre

März 27, 2006

Ich war auf meinem ersten Welpentreffen. Eine Dobermannhündin und ein Belgier. Irgendwie haben die so lieb gespielt, dass ich nur zugeschaut habe. Außerdem haben sich die beiden so schnell bewegt. Und ich bin ja ein waschechter Neufi. Drum hab ich mehr beobachtet als mich aktiv am Geschehen beteiligt. Außerdem hab ich Frauchens Eltern kennen gelernt und Klara, die Schäferhündin. Mit Jimmy, den alten Westi, der Oldies hatte ich auch das Vergnügen. Er nicht, weil er hat immer nur geknurrt.