Leitplanke und Pannenstreifen
Mai 28, 2006
Heute wurde ich doch glatt, präpubertäre Trutschn genannt. Ich war echt empört darüber. Und nur, weil ich Frauchen drei Mal in der Früh geweckt habe. Es war so zwischen 05.00 und 06.00 Uhr. Ich musste echt super dringend pinkeln. Es regnete in strömen und irgendwie empfand ich diese Wassertröpfchen auf meinem sanften Hinterteil als sehr störend. Ich konnte da einfach nicht mein Geschäft erledigen. Frauchen erkannte die Situation und hielt sogar ihren Regenschirm über mich. Aber was nützt es, wenn ich von oben nicht nass werde, dafür von unten um so mehr. Also marschierten wir hinaus und hinein. Frauchen war schon ziemlich sauer um diese Zeit. Und dann hab ich gleich beim Betreten des Wohnzimmers auf den Teppich gemacht. Also, mir war dann leichter!!!!!
Dann fuhren wir nach Langenlois. Ich weiß nicht, ob ich es schon erzählt habe, aber mir ist da schon einmal so ein kleines Missgeschick passiert. Ich hab in Herrchens Auto ein Häufchen legen müssen. Aber nur, weil er im Tunnel nicht stehen geblieben ist.
Egal, seit diesem Erlebnis hat mein Herrchen einen eigenartigen Sinn während der Autofahrt. Und als ich heute einfach mal während der Fahrt bellte, kam meinem Herrchen wieder diese Erinnerung. Sofort blieben wir auf der Autobahn, am Pannenstreifen, stehen und ich musste raus. Zuerst dachte ich ja, die werden mich jetzt aussetzen oder so – ich mein, man hört ja da so einiges. Und dann bestand Herrchen darauf, dass ich da jetzt im Lärm, bei den vielen so schnell vorbeifahrenden Autos, meinen Darm entleeren soll. Dabei musste ich ja gar nicht. Ich war ja eh daheim, am Teppich. Er hat es dann irgendwann eingesehen und wir haben unsere Fahrt fortgesetzt. Sonst würden wir immer noch warten, bis etwas kommt, was längst ausgeschieden ist.
Und das alles ganz genau an meinem 5 monatigen Geburtstag!!!!
kleiner Chef – oder der Versuch zu putzen
Mai 27, 2006
Die Woche war wieder ganz schon hektisch. Frauchen musste wieder lange arbeiten. Aber schön langsam gewöhne ich mich daran und finde es überhaupt nicht mehr schlimm. Denn es ist ja Cornelia da. Bei der ist es viel lustiger, als beim Frauchen. Cornelia schimpft zwar auch mit mir, aber das tangiert mich nur peripher. Weil ich sowieso mache was ich will. Kleines Beispiel? Es war ganz schön warm in den letzen Tagen und Gott sei Dank haben wir ja diesen wunderschönen Schwimmteich. Ich glaube, der wurde sowieso nur für mich gebaut, denn bis jetzt hab ihn auch nur ich genützt. Jedenfalls möchte die liebe Cornelia ihrer Mama unter die Arme greifen und sie bei der Hausarbeit unterstützen. Sie saugt und wäscht auf. Der Boden war für meinen Geschmack aber viel zu trocken gewischt und es war auch nicht so wirklich sauber. Also hab ich da ein klein Wenig nachgeholfen. Ich bin im vollen Schweinsgalopp vom Teich, rinn waschel nass ins Wohnzimmer und weil ich nicht mehr bremsen konnte, nahm ich die Couch als Prellbock. Und wieder war dieses hysterische Gequieke von Cornelia zu hören. War mir relativ egal, weil ich hab dann gesehen, dass sie besser und genauer aufwaschen kann. Und bis alles trocken war, blieb ich gemütlich auf der Sitzbank liegen. Hab da so eine Kontrollfunktion für Frauchen übernommen.
Wech – einfach wech!
Mai 15, 2006
Cornelia ist heute sehr zeitig in der Früh weggefahren. Man sollte es nicht glauben, aber sie hat mir schon am ersten Tag schrecklich gefehlt. Ich bin oft nachschauen gegangen, ob sie schon kommt. Ich kenn doch ihre Zeiten, wann sie von der Schule heimkommt. Heut war das nicht so. Und da bin ich etwas verwirrt gewesen.
Auf dem Mond
Mai 9, 2006
Ich glaub, ich weiß jetzt, wie es am Mond ist. Ich glaub ich war heute dort. Und dort sind nur böse Frauchens. Ich hätte mir das nie vorstellen können, aber jetzt weiß ich es.
Es war so:
Ich war mit Frauchen im Schlafzimmer und sie hat die Betten überzogen. Ich ging in die Küche und hab ganz wenig vom Katzenfutter genascht. Das Katzenfutter stand ganz oben am Küchenkasterl, aber dort komm ich schon hin. Naja, und dann stand Frauchen hinter mir und hat gesagt: „ Emily, nein! Komm runter da!“ Ich glaub sie hats eh zwei oder drei mal gesagt, aber mir war das, ehrlich gesagt, wurscht weil das Futter von den Stubentigern ist so köstlich, ich konnte einfach nicht aufhören. Und dann passierte es!
Ich wurde von hinten gepackt und von dieser Leckerei weggezogen. Ich will mich umdrehen, fletsche meine Zähne, knurre und beiße wie wild um mich.
Und dann bin ich irgendwie am Mond gelandet! Den Flug hab ich nicht mitbekommen, jedenfalls stand da ein Mensch, der genauso roch wie mein Frauchen, genauso gekleidet war und auch eine ähnliche Stimme hatte. Aber das war niemals mein Frauchen, denn dieser Mensch war böse, sehr böse sogar. Und dieses böse Frauchen packte mich rechts und links an meinen Backen, während ich natürlich noch knurrte und zubeißen wollte, und hielt mich fest. Ich wehrte mich so gut ich nur konnte und so, wie ich es mit meiner Evita die letzten Wochen immer trainiert habe, aber ich war chancenlos. Und dann kam ein:“ NEIN!“, dass ich geglaubt habe, mir ziehts die Füße vom Boden weg. Ich hab noch kurz überlegt, ob ich nochmals hin beißen soll, hab es aber dann sein lassen. Als ich mich dann ergeben habe hat dieses böse Mondfrauchen auch wieder von mir abgelassen. Ich war echt geschockt, nicht nur über meine eigene Ohnmacht auch über diese Person.
Jedenfalls weiß ich jetzt, dass ich am Mond war und dass es dort gar nicht so toll ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Und ich weiß, dass ich nie wieder diesem bösen Mondfrauchen begegnen möchte. Ich werde jetzt immer sehr brav sein. Ich habe mich auch danach ganz super toll benommen und war den ganzen Tag sehr glücklich, dass mein Frauchen so lieb zu mir ist.
Der erste Hund am Mond
April 28, 2006
Heute, wollte ich meinem Frauchen eine riesen Freude bereiten. Ich wollte sie von der Zivilisationsgeisel befreien. Ich hab einfach ihr Handy gefressen. Irgendwie ging diese Überraschung mächtig in die Hose, denn es war ihr Outdoorhandy, welches eigentlich zum Offroaden gedacht war. Nun ja, und da wir heute, am 28.04. wieder in den Urlaub fahren, war mein liebstes Frauchen eher unglücklich.
Dafür werde ich bald ein ganz besonderer Hund. Ich werde nämlich ein Astronautenhund. Jawohl, mein Frauchen sagt nämlich neuerdings immer: „ Emily, ich schieß dich am Mond!“ Und ich hab mich bei Dusty und Evita da mal schlau gemacht. Beide haben mir bestätigt, dass noch nicht viele Hunde am Mond waren. Und wenn mein Frauchen das sagt, dann ist das auch so.
Paddy, einen wunderschönen Neufundländerrüden aus Klagenfurt haben wir auch besucht. Zuerst hat er mit mir so wild gespielt, dass ich geflüchtet bin. Und dann hat Frauchen Evita zur Unterstützung gebracht. Und wir beide haben dann den jungen Prinzen ( Paddy ist ein 3j. Zuchtrüde) so gefordert, dass er total erledigt war. Wir haben dann so richtig hardcore mit ihm gespielt. Und dann geschah ein kleines Unglück. Evita ist Paddy von vorne angehüpft und ich hab ihn hinten am Schwanz gehalten. Dann hats gekracht und Paddy hat sich an der Schulter verletzt. Er musste auch zum Tierarzt. Er hätte sich halt doch nicht mit uns Kampfweibern anlegen sollen. Schließlich sind Evita und ich ja voll trainiert.
Mein Frauchen sagt, dass ich eine neue Blödheit auf Lager hätte. Ich finde diese Blödheit aber voll super. Das geht so: „ Wir sitzen in einem Lokal oder in einer Raststation. Meine Leute wollen ihn Ruhe ihren Kaffee trinken und mir ist fad. Schließlich musste ich ja vorher die ganze Zeit im Auto schlafen. Und wenn alle dann so sitzen, dann leg ich meinen Kopf zurück und beginne zu bellen und zu heulen. Ganz laut und mitten im Lokal. Das ist so super! Alle Leute schauen dann auf mich. Und es findet sich auch jedes Mal jemand, der mit mir dann spielt. Und mein Frauchen kann mich da nicht ignorieren und schimpfen kann sie mit mir auch nicht. Weil ich bin ja das arme unverstandene und unterbeschäftigte Wesen. Öftermal hat mir Frauchen dann ins Ohr geflüstert, dass ich meine Schnauze halten solle. Nur das hab dann ich ignoriert, endlich mal eine Revanche.
Außerdem bin ich heute 4 Monate alt und wiege 21,3kg.
Man lernt fürs Leben – nicht für die Schule
April 5, 2006
Heute hab ich soooo viele neue Sachen gelernt. Frauchen ist irgendwie überhaupt nicht von meinen Errungenschaften begeistert.
Ich weiß jetzt, wie ich Herrchen sehr böse machen kann. Und zwar, wenn ich nach dem Gassigehen ins Schlafzimmer in der Nacht komme. Dann hüpf ich aufs Bett, natürlich nur mit den Vorderpfoten, denn ganz ist ja verboten. Und wenn mein Herrchen ganz tief und fest schläft, dann beiß ich ihn ins Gesicht um ihn mitzuteilen, dass ich wieder hier bin. Wie schnell der dann mit dem lästigen Schnarchen aufhört und eigenartig gezwungen mich auch begrüßt. Und meine spitzen Zähne findet er gar nicht lustig. Er hat ganz laut aufgeschrieen. Dabei wars gar nicht fest, sondern eher liebevoll und freundlich.
Frauchen hätte auch fast die Nerven geschmissen. Sie steht im Garten und in beiden Händen Gegenstände, die sie nicht sofort fallen lassen kann. Und ich komm auf die super Idee, dass ich sie voll in die Wadeln beißen könnt. Außerdem, wenn ich an ihrer Jogginghose ziehe, dann quietscht sie so. Ich fands recht amüsant, wie mein Frauchen quietschend im frischen feuchten Gras hüpft und ich zieh ihr dabei die Hose aus.
Und weil ich heute so gut drauf war, ging ich noch ins Teenagerzimmer. Na da wars lustig. Überall lagen Sachen, extra für mich. Am Boden lagen Gegenstände, auf der Couch und im Bett. Und alle hab ich mir angeschaut. Cornelia war auch anwesend. Ich dachte, sie singt ein Lied für mich. Immer wieder ging es: „ Emily, EEEEEmily, Emmmily, Emilyyyyyyy …..“ Ich war total begeistert, sie nicht. Naja, und als ich mit dem rosa BH die Gesangstunde beendete und das Zimmer verließ, kreischte die nächste Person hier.
Dann ging ich zu meiner Evita. Die versteht mich und spielt immer mit mir.
Zickenalarm
März 23, 2006
Ich entwickle mich prächtig. Wir haben uns mittlerweile auf barfen geeinigt und ich fresse wieder.
Frauchen hat gesagt, dass sie froh ist schon einige Hundeerfahrung zu haben. Denn Gerüchten zu Folge bin ich nicht so ganz einfach.
Kleines Beispiel? Die Katze verschwindet durch die Katzenklappe und ich kann nicht nach, weil ich zu groß bin. Dann schrei ich und belle und winsle und könnt aus lauter Wut die Tür ausreißen.
Naja, nach einem 4 Augengespräch mit Frauchen haben wir uns geeinigt, dass ich so was nicht mehr mache.
Außerdem habe ich den Teppich im Wohnzimmer entdeckt. Ich finde, dass man in der warmen Stube angenehmer sein „ Geschäft“ verrichtet als im kalten Garten. Frauchen findet das irgendwie nicht lustig.
Dusty, der alte Knacker, mag mich noch immer nicht. Und ich steh doch so auf Opas.